Kreisimkertreffen in Oedt

Ein Artikel aus der WZ zum Treffen der Kreisimkerschaft vom 21.02.2015

Kreisimker in Oedt – Viel Interesse an Bienen und Honig – Kempen – Kreis Viersen – Lokales – Westdeutsche Zeitung.

Leider mit nicht ganz so positiven Nachrichten:

Amerikanische Faulbrut in Viersen festgestellt

Über ein ganz anderes Thema sprach der Leiter des Veterinäramtes des Kreises Viersen, Dr. Helmut Theißen. Er berichtete davon, dass kürzlich auf Viersener Stadtgebiet bei Bienenvölkern der Verdacht auf die aggressive amerikanische Faulbrut festgestellt worden sei. Dies ist eine bakterielle Erkrankung der Insekten, die für den Menschen aber nicht gefährlich ist. In einem Fall habe sich, so Theißen, der Verdacht bestätigt, sei der Bienenstock bereits abgeschwefelt und desinfiziert worden. Bei einem anderen Bienenstand läge das Ergebnis noch nicht vor. Und auch in einem benachbarten Schrebergarten fänden gerade Überprüfungen statt. Theißen gab noch den Hinweis an die Züchter: „Melden Sie ihre Bienenstöcke stets bei der Tierseuchenkasse an.“

 

Reinigungsflug und erster Pollen

Nachdem ich gestern noch mit mir selbst haderte, dass ich meine Kamera bei den ersten Ausflügen der Damen nicht dabei hatte, konnte ich heute ein paar Schnappschüsse machen. Eigentlich ist es mit ca. 10 Grad noch etwas zu kalt für den Flugbetrieb. Doch mit etwas Sonne auf dem Pelz, genehmigen sich die Arbeiterinnen einen kleinen Ausflug.

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Leider etwas unscharf, aber bei bis zu 25 km/h und 250 Flügelschlägen kommt meine Kamera nicht hinterher. Dann lieber ein paar “Stilleben” geknipst:

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Kaum war die Sonne nach 10 Minuten verschwunden, zogen sich auch die Bienen in Ihren Stock zurück.

neuer Beutenbock

Einer meiner Bienenstände befindet sich auf einer Schafweide. Bisher hatte ich die Beuten auf Paletten stehen. Dies hatte diverse Nachteile, u.a. waren die Beuten nicht gut auszurichten, es sah alles etwas krumm und schief aus. Außerdem war der Stand insgesamt zu niedrig um ein rückenschonendes Arbeiten zu ermöglichen. Wer einmal 50 oder 100 Rähmchen am Stück durchgeschaut hat, weiß was ich meine.
Das Gras rundherum konnte man auch nicht schneiden, im Gegenteil wuchs es bereits durch den Gitterboden und hinten am Varroaschieber wieder heraus.

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Kurz gesagt, eine Lösung musste her! Im Internet stieß ich auf die Idee, höhenverstellbare und damit nivellierbare Beutenböcke auf Basis von Gerüstfüßen zu bauen. Alles was man braucht sind 50-60 cm lange Gerüstfüße, Durchmesser 38 mm und ein paar Balken, z.B. 8x10cm. Mit einem 40er Förstnerbohrer die Löcher eher etwas großzügig gebohrt, da dass Holz etwas quillt und sich leicht verkantet. Zusätzlich habe ich vorne und hinten Dachlatten angebracht, so dass einem die Beuten bei einer Kippkontrolle nicht abrutschen können.

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Nachdem die Damen gestern einen Reinigungsflug absolviert hatten und es heute mit ca. 8 Grad weder zu kalt noch zu warm war, entschied ich, dass es ein guter Zeitpunkt sei den Bock aufzubauen.

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Fazit: Der Bock lässt sich schnell auf- und abbauen und wäre sicherlich auch für die Wanderimkerei geeignet. Auch lässt er sich prima einstellen und hat einen stabilen Stand. Somit werde ich auch meine anderen Stände damit ausrüsten.

Viele Zufälle – oder wie ich zum Imkern kam

Anfang 2013 sah ich durch Zufall die Dokumentation “More than Honey” und mein Interesse für Bienen war geweckt. Kurz darauf stieß ich beim abendlichen Zappen auf die Sendung Planet Wissen, in diesem Falle zum Thema Imkerei mit Pia Aumeier. Link zum Video Danach war mein Interesse für die Imkerei nachhaltig geweckt. Wie es der Zufall wollte, parkte am Tag darauf jemand hinter mir, der ein Imker-Schild hinter der Windschutzscheibe hatte. Kurz entschlossen den Herrn – nennen wir Ihn Bernd 😉 – angesprochen und, wie es der Zufall wollte, sagte er mir, dass in 2 Tagen eine Veranstaltung auf dem NABU Naturschutzhof wäre, dort solle ich auf dem Imker-Stand nach einem Heinz fragen.

Gesagt, getan, wir mit der ganzen Familie zum Naturschutzhof. Besagten Heinz gesucht, Heinz gefunden und Heinz gefragt, ob er mir probeweise und betreut ein Volk in den Garten stellen würde. Bevor er antworten konnte, antwortete jedoch Heinz’ Kollege (Ich nenne Ihn mal Reiner 🙂 ): “Ne nee, da kümmersse Dich ma schön selbst drum. Komm zum Workshop, kriegste ‘nen Ableger”… Da hatten Sie mich dann wohl am Wickel.

Den Workshop habe ich entsprechend besucht und bekam dann auch Ende Juni meinen eigenen Ableger:

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Diesen habe ich nach Auffütterung und Varroa-Behandlung unter kompetenter Anleitung von Heinz und nach dem Verschlingen diverser Imkerliteratur erfolgreich über den Winter 13/14 gebracht. Im folgenden Jahr konnte ich bereits 50kg Honig von diesem Volk ernten. Im Verlauf des Jahres 2014 imkerte ich dann mit insgesamt 3 Wirtschaftsvölkern. Durch Ableger und Schwarmfang stieg die Volkszahl schnell auf mittlerweile 8 an. Und ich muss sagen: Es macht mächtig Spaß!

Bei der letzten Versammlung hieß es dann zu allem Überfluss auch noch: Ey Alex, du machst doch IT, deswegen bist Du jetzt Freiwilliger für den Neubau der Website. Da jeglicher Einspruch abgelehnt wurde, dürft Ihr das hier jetzt lesen.

Meine Herren, Danke dafür!