70-Jahr Feier und Preisverleihung

Bei herrlichstem Sonnenschein haben wir heute auf dem NABU Naturschutzhof in Nettetal unseren 70. Geburtstag gefeiert ūüéāūüéČ!

Zudem konnten wir der Gewinnerin des 1.Preises unseres Tippspiels Ihren Gewinn in Form von 6 Gl√§sern Honig √ľberreichen ūüćĮ!
Die Gewinner des 2. und 3. Preises haben wir bereits ebenfalls benachrichtigt!

Das Gewinnspielvolk wog zum gestrigen Stichtag 08.07.17 um 12.00 Uhr 77,65 kg. Wetter – und damit auch Trachtbedingt um einiges weniger als im Vorjahr, aber das machte das Tippen ja auch so spannend!

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern f√ľr Ihre Tippabgabe!

 

Artikel in der Rheinischen Post

Gewinnspiel zum 70-jährigen Bestehen unseres Vereins

Das Imkern als Hobby erfreut sich immer gr√∂√üerer Beliebtheit und so stieg die Anzahl der Vereinsmitglieder seit der Gr√ľndung im Jahr 1947 von 5 auf aktuell 52 Mitglieder. Mitnichten ist das Imkern heutzutage noch ein “Altherrenhobby”. Fast 50% der Vereinsmitglieder sind zwischen 14 und 40 Jahren alt und auch 15 Imkerinnen haben die Arbeit mit den Bienen f√ľr sich entdeckt.
Anl√§sslich des 70j√§hrigen Bestehens haben wir nach einer M√∂glichkeit gesucht, weitere Menschen f√ľr unser faszinierendes Hobby zu begeistern.
Wie bereits in den Grenzland Nachrichten vom 11.05.2017 veröffentlicht, richten wir daher ein Gewinnspiel aus:

Was wiegt ein Bienenvolk?

Die durchschnittliche Honigbiene wiegt gerade mal um die 100mg. Ein ganzes Volk erwirtschaftet in unserer Region je nach Witterung im Schnitt zwischen 40 und 60kg Honig pro Jahr. Dies l√§sst sich wunderbar an unserem Gewinnspielvolk verdeutlichen. An guten Tagen schaffen die flei√üigen Damen durch den Eintrag von Nektar und Pollen bis zu 7kg Gewichtszunahme in der Beute (Bienenbehausung). Im Sommer bringt ein Volk somit bis zu 110kg Gesamtgewicht – inklusive Behausung – auf die Waage (vgl. Bienenstockwaage 1 – Statistik 2016).

Die gemessenen Gewichtsschwankungen entstehen nicht nur durch den Nektar- und Polleneintrag, sowie den Eigenverbrauch der Bienen, sondern auch durch imkerliche Tätigkeiten, wie das Aufsetzen der Honigräume, zwischenzeitliche Ernten, Vermehrung durch Ableger oder sogar durch das Abgehen von Schwärmen. Das macht das Schätzen nicht so einfach!

Das Gewinnspiel (abgeschlossen)

Bis zum 24.06.2017 konnte auf das “Ziel”-Gewicht eines gesamten Bienenstocks inklusive Behausung und aller “Innereien” zum Stichtag 08.07.2017 Punkt 12:00 Uhr getippt werden. Wir bedanken uns bei den Teilnehmern. Die weitere Volksentwicklung kann bis zum Stichtag und auch dar√ľber hinaus hier weiter verfolgt werden:

Zum “Gewinnspiel”-Bienenvolk

 

ESP8266 Stockwaage – erste Eindr√ľcke – Update

Aktualisiert März 2017

Nachdem die Hauptarbeitszeit in der Imkerei nun ein Ende gefunden hat, kann der Imker sich um die zweitsch√∂nste Sache der Welt zu k√ľmmern: Die Weiterentwicklung der Bienenstockwaage.

In Arbeit ist eine Telemetrie-Elektronik auf Basis des ESP8266, des Wägezellenmoduls HX711, der Bosche Wägezelle H30A sowie des ESP8266 MQTT und Konfigurations-Framework Homie. Der Fokus liegt auf geringen Kosten, einem möglichem Batteriebetrieb versus einer hoher Messdichte , sowie einfacher Bedienbarkeit bei hoher Präzision der Messungen.

Die Platine, der Arduino-Sketch, der MQTT Broker sowie die Backends Influxdb und Grafana existieren bereits. F√ľr den “massentauglichen” Betrieb mangelt es gibt es h√ľbschen Grafiken in Grafana (realisiert via Hiveeyes.org, Links findet Ihr weiter unten) bzw. im bereits bew√§hrten Dygraphs (Volk 1 / Volk 2). Ebenso befindet sich die benutzte Homie Version 2.0 noch in der Entwicklung. (funktioniert sehr stabil)

Elektronik:

Die  Platine kann hier heruntergeladen werden: ESP8266-BeeScale1_1.fzz.
Die Zeichnung wurde mittels Fritzing erstellt und die Platine auf den Fotos bei Fritzing FAB hergestellt. Bitte beachtet, dass in der Zeichnung nur die Platinenansicht gepflegt ist.

 

Mechanik:

 

Software:

Die Sketches können auf Github in Beta-Qualität begutachtet und heruntergeladen werden. Wie bereits oben beschrieben, befindet sich die Benutzte Homie 2.0 Version noch in der Entwicklung, hat sich aber als sehr stabil herausgestellt. Im aktuellen Master Branch funktioniert die OTA-Funktionalität (gerade) nicht (mehr). (Update 18.03.2017) Das OTA Update funktioniert nur mit base64 nicht. Binär geht es. Eine Adaption an das Hiveeyes-Projekt bzw. Backend ist erfolgt:

Beute 2 im Grafana
Beute 2 in dygraphs
Einf√ľhrungsartikel auf Hiveeyes.org

Weiterhin habe wir die Messdaten der alten Stockwaage von 2015 – 2017 in das Hiveeyes System importiert, die dort jetzt zus√§tzlich weitergef√ľhrt werden.

Quellcode:

https://github.com/hiveeyes/arduino/tree/master/node-wifi-mqtt-homie
https://github.com/hiveeyes/arduino/tree/master/node-wifi-mqtt-homie-battery
https://hiveeyes.org/docs/arduino/firmware/node-wifi-mqtt-homie/README.html

 

Todo:

  • Alarm Handler f√ľr die Batterie-Spannung: Alarm senden,  dann f√ľr “immer” schlafen. Gel√∂st via Laderegler mit Schutzelektronik.
  • Anpassung an das  Hiveeyes Backend. erledigt
  • Publish einer Gesamt-Werte-Liste f√ľr Dygraphs (JSON-Liste?). erledigt
  • Geh√§use dokumentieren

Erfahrungsbericht – Vom Swimmingpool in die Beute

Imker sein oder nicht sein – das war die Frage!

Ein Erfahrungsbericht.

Da sa√ü ich nun im Sommer 2015 am Pool auf Korfu, alle mitgebrachten B√ľcher waren gelesen, es musste neuer Lese-Stoff her. Eine Biene setzte sich auf den Deckel meines Laptops… es war um mich geschehen. Jetzt, 1¬Ĺ Jahre sp√§ter, habe ich meine 2 Bienenv√∂lker im Garten stehen und darf mich Imker rufen.

Die Biene auf dem Laptop weckte einfach Neugierde bei mir. Nicht nur, dass sie f√ľr leckeren Honig verantwortlich ist… wer sich f√ľr Politik interessiert… bei den Bienen herrschen die Damen ‚Äď ein matriarchalischer Staat.

Ich wollte alles √ľber dieses Staatswesen wissen und wurde auf der Seite http://www.die-honigmacher.de sehr gut informiert. Je mehr ich wusste, desto faszinierter war ich. Weitere Videos auf youtube.de erbrachten Einblicke in die T√§tigkeit der Imker.

Mich √ľberzeugte schnell die Magazinimkerei. d.h. das Imkern in viereckigen Holz- oder Styroporkisten. Ich hatte den Eindruck, dass diese Imkerweise f√ľr mich als Anf√§nger leicht zu erlernen ist und den Bienen auch weniger Stress verursacht.

Bei der Frage nach der Magazin-Art (Dandant, Segeberger, Langstroh, Zander usw.) kamen f√ľr mich aufgrund meines Hobbys, mit Holz zu werkeln, nur Holzmagazine in Frage. Bienen hatte ich noch keine, aber schon war die erste Holzbeute bereits nach dem Urlaub gebaut. Die Bauanleitung gab es von der Universit√§t Hohenheim. (https://bienenkunde.uni-hohenheim.de/einfachbeute) Diese Beute ist im Zanderma√ü und wird auch manchmal Liebigbeute genannt. Dr. Gerd Liebig ‚Äď Bienenforscher und wissenschaftlicher Mitarbeiter ‚Äď hat eine eigene Internetpr√§senz, auf der er viele hilfreiche Tipps gibt. (www.immelieb.de)

Gerd Liebig und Pia Aumeier (Forscherin an der Ruhr-Universit√§t in Bochum) geben Anf√§ngerkurse. Herr Liebig in Grevenbroich, Pia in ganz NRW verteilt. Einen solchen Kurs, den ich im Januar 2016 begonnen habe, kann ich nur empfehlen. Pia bereitet einmal im Monat f√ľr drei Stunden stattfindenden Seminare penibel vor. Hier bekommt man Wissen und Praxis vermittelt.

Nun hatte ich immer noch keine Bienen, aber schon Magazine und etwas Halbwissen. Und wie der Zufall es so will, wurde ich auf den Tag der offenen T√ľr meines Imkerpaten Reiner von der Bank in Lobberich aufmerksam. Als ich von ihm wegfuhr, hatte ich nicht nur leckeren Bienenstich gegessen und noch mehr √ľber das Bienenwesen erfahren, sondern auch ein Bienenvolk im Kofferraum. Das zweite folgte zwei Wochen sp√§ter als eingefangener Bienenschwarm. So musste ich nicht mal f√ľr meine V√∂lker bezahlen, die man ansonsten aber auch g√ľnstig bei den Einsteigerkursen oder anderen Imkern erh√§lt. Ich musste nur versprechen, im n√§chsten Fr√ľhling Rainer zwei Ableger meiner Bienen zu geben. Eine Hand w√§scht die andere.

√úber Reiner bin ich dann dem Nettetaler Imkerverein beigetreten. In einem solchen Verein erh√§lt man viel Unterst√ľtzung (drei Imker ‚Äď f√ľnf Meinungen), lernt neue Menschen kennen und ist dar√ľber hinaus beim deutschen Imkerverband versichert. Es lohnt sich aus meiner Sicht.

Das Bienenjahr ist vorbei, alle Arbeiten waren Anfang Dezember abgeschlossen, meine zwei V√∂lker stehen im Garten und versuchen, den Winter zu √ľberstehen. Das ist ganz sch√∂n spannend. Ich hoffe, Ihnen genug Futter f√ľr den Winter gegeben zu haben. Kommen Sie durch, gibt es im Fr√ľhjahr die erste Honigernte, denn beide Jungv√∂lker werden nach einem Winter zu so genannten Wirtschaftsv√∂lkern.

Ich hoffe, die 13 Bienenstiche haben sich gelohnt ‚Äď einige von diesen gab es wohl auch in Kuchenform.

Eröffnung des Insektenhotels in Waldniel-Stöcken

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Die Gemeinde Schwalmtal hat in den vergangenen Jahren zusammen mit engagierten B√ľrgern diverse Obstwiesen in Schwalmtal-Waldniel angelegt. Gepflanzt wurden ca. 200 B√§ume, insbesondere alte Obstorten. Der Ertrag der B√§ume ist f√ľr den Eigenbedarf der Schwalmtaler B√ľrger bestimmt. Damit die Ernte entsprechend reichhaltig ausfallen kann, hat der Imker Heinz Ridder einen Teil seiner Bienen in der Umgebung der Obstwiesen aufgestellt. Da bei dem Projekt auch die biologische Nachhaltigkeit im Vordergrund stehen soll, wurde die Idee der Verwaltungsmitarbeiterin Stefanie Liebens aufgegriffen, zus√§tzlich ein Insektenhotel f√ľr die Obstwiesen zu bauen. Heinz Ridder wurde gebeten, die Planung und die Zeichnung des Insektenhotels zu √ľbernehmen. Die Firma Derix Holzleimbau spendete das Holz f√ľr das Hotel und f√ľhrte den Zuschnitt in ihrer Lehrwerkstatt durch. Die Biotop-AG der Janusz-Korczak-Realschule √ľbernahm den Zusammenbau und Dachdecker Stephan Viethen, Vater eines der Sch√ľler, schieferte das Dach.

Heinz Ridder und Paul Derix von den Obstwiesenfreunden standen den Sch√ľlern bei Montage und Aufstellung mit Rat und Tat zur Seite.

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Die Baupl√§ne f√ľr das Insektenhotel stellen wir zwecks (hoffentlich vielfachen) Nachbau zur Verf√ľgung:

Bauplan
Montage
Nisthilfen

Fotos: ose Mont ‚Äď Schwalmtals Gemeindejournal

Pläne: Heinz Ridder

 

Schwarm-Wochenende

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Am ersten Juni Wochenende hat das Sommerwetter endlich die Kurve bekommen, und die schwarmw√ľtigen V√∂lker sind geschw√§rmt.
Freitags konnte Alex mir einen Schwarm in Kaldenkirchen fangen, den ich abends abgeholt und den wir am nächsten Morgen in meine neue Einraumbeute einlogiert haben.
einraumbeutenach dem einlogieren
Samstagvormittag habe ich Alex bei der Völkerdurchsicht und beim Königinnenzeichnen geholfen. Jaaa ich kann die Story mit der totgeglaubten Königin bestätigen.
Als w√§re das nicht genug f√ľr einen Tag ist an diesem Vormittag dann auch ENDLICH unsere Bienenkiste geschw√§rmt.
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F√ľr die Besiedlung neuer Bienenkisten nutzt man am besten ‚Äěgeschw√§rmte Schw√§rme‚Äú, da sie einen besonders guten Bautrieb haben.
Der Schwarm hat sich ca. 10¬†m entfernt von der Kiste an die untere Latte von Nachbars Pfederzaun niedergelassen. Ein Spektakel f√ľr die ganze Nachbarschaft. Wir haben den Schwarm nachmittags eingefangen, eine Nacht in Kellerhaft gesetzt und Sonntagabend in unsere 2. Bienenkiste einlaufen lassen.
ready to go weg gefunden fast drin kistentausch fast fast fertig
Auch wieder eine Besiedlungsart, der man in der konventionellen Imkerei eher weniger begegnet. Der Schwarm wird auf ein wei√ües Tuch vor die Kiste gesch√ľttet. Nach ein wenig Starthilfe haben die Bienen die neue Kiste gefunden und die Prozession hat sich in Bewegung gesetzt.
Zwei Wochen später ist die Einraumbeute schon von 5 auf 10 Schiffrumpf-Rahmen erweitert und ein großer Teil der neuen Bienenkiste auch schon ausgebaut.

Update Juni РKöniginnenzucht und Zeichnung

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Gezeichnete Königin Jahrgang 2015

K√∂niginnenzucht f√ľr durch Anf√§nger

Die Schwarmzeit von April bis Mitte Juni ist die arbeitsreichste Zeit f√ľr den Imker. Daher komme ich auch erst jetzt dazu von meinen ersten Versuchen in der K√∂niginnenzucht zu berichten. Wie bereits im Mai Update beschrieben, habe ich den Sammelbrutableger am 2. Mai erstellt und dann am 10. Mai die Nachschaffungszellen gewissenhaft entfernt. Am 12. Mai haben Heinz und ich dann den Zuchtrahmen mit Larven aus dem W√§gevolk belarvt. 22 N√§pfchen wurden belarvt, wovon auch 16 angenommen wurden. Dies ist erstmal ein sehr respektables Ergebnis f√ľr den ersten Versuch. Aufgrund einer Gesch√§ftsreise konnte ich die anstehende Verschulung in die Schlupfk√§fige am 21. Mai nicht vornehmen, daher hat Heinz das f√ľr mich √ľbernommen. Beim Verschulen hat Heinz dann festgestellt, dass eine Zelle nachtr√§glich ausgefressen wurde. Somit waren es dann nur noch 15 Zellen. Weiterhin hatten die Damen die Weiselzellen stark verbaut, so dass diese mit einem hei√üen Messer vorsichtig freigeschnitten werden mussten. Dabei wurde eine Zelle leider besch√§digt. Macht also noch 14 Zellen.

Zum errechnete Schlupftermin am 22. Mai stellte ich dann fest, dass eine der geschl√ľpften K√∂niginnen wieder vorw√§rts in Ihre Zelle gekrochen war und dort leider nicht von den Begleitbienen befreit werden konnte – 13 and counting… ūüôĀ . Zwei weitere Zellen wollten einfach nicht schl√ľpfen, diese habe ich dann am 24. Mai aufgegeben. (23. Mai w√§re der letzt m√∂gliche Schlupftremin gewesen). Es bleiben also 11 K√∂niginnen.

Die K√∂niginnen wurden in Begattungsableger aufgeteilt, teilweise in einzargigen Hohenheimer Einfachbeuten, teilweise in Ablegerk√§sten und 4 in Kieler Begattungsk√§sten. Eine K√∂nigin bevorzugte leider den Suizid im (gut abgedeckten) Futtersirup. Da machte es nur noch 10… Eine weitere K√∂nigin verlor ich dadurch, dass aus alle Bienen, au√üer einer Drohne und der K√∂nigin am n√§chsten Tag aus dem Ablegerkasten ausgezogen waren. Sehr seltsam. Da waren es nur noch 9.

Die Woche darauf war recht kalt und die adeligen Damen versuchten sich daher wahrscheinlich erst in der ersten Juniwoche im Hochzeitsflug. Jedenfalls verschwand eine der Damen beim Hochzeitsflug, so dass mit Stand 7. Juni immerhin noch 8 Königinnen in Eilage vorweisen kann.

Fazit

Der erste Versuch der K√∂niginnenzucht fing doch sehr vielversprechend an. Der heikelste Teil, das Umlarven, gelang sehr gut. 16 von 22 umgelarvten Zellen halte ich f√ľr ein respektables Ergebnis. Mit den Schwierigkeiten im Nachgang habe ich aber nicht gerechnet. Da der Sammelbrutableger aus insgesamt 8 V√∂lkern zusammengestellt wurde, kann man nat√ľrlich anmerken, dass man bei gleicher Brutwabenanzahl mit konventionellen Brutablegern auch 7-8 K√∂niginnen bzw. Jungv√∂lker h√§tte erstellen k√∂nnen.¬† Die Effizienz ist somit sicherlich noch steigerbar. Ein Vorteil bleibt jedoch: Immerhin sind die 8 verbliebenen Junk√∂niginnen T√∂chter meines vitalsten und sanftm√ľtigsten Volks! Daher: Auch im n√§chsten Jahr werde ich mich wieder an der Zucht versuchen.

Zeichnen der K√∂niginnen…

Als ich mit der Bienenhaltung anfing, hielt ich das Zeichnen der K√∂nigin in meiner Betriebweise f√ľr √ľberfl√ľssig. Jedoch merkte ich schnell, dass das Zeichnen der K√∂niginnen doch eine gewisse Sicherheit gibt, dass man die K√∂nigin nicht mit erwischt hat,¬† z.B. bei der Erstellung von (Sammelbrut-)Ablegern und anderen T√§tigkeiten.

Nachdem die Damen im Zeitraum 5-8. Juni in Eilage gingen versuchte ich mich als ambitionierter Jungimker dann im Zeichnen der Selbigen. Material besorgt (Abfangklammer, Opalithpl√§ttchen, Zeichenrohr), das Prozedere kurz an 2 Drohnen ge√ľbt und los gings. Die ersten 2 K√∂niginen klappten auch ohne Komplikationen.

Gezeichnete Königin Jahrgang 2015
Gezeichnete Königin Jahrgang 2015

… und was so alles schiefgehen kann

K√∂nigin souver√§n von der Wabe mit der Klammer abgefangen, kurz weggeschaut, K√∂nigin weg. Argh, die Weisel war aus der leicht aufgebogenen Abfangklammer entfleucht. Das √§rgert den Jungimker doch immens. Doch gl√ľcklicherweise war die K√∂nigin noch nicht so stark in Eilage, dass Sie nicht mehr h√§tte fliegen k√∂nnen und so fand ich Sie 2 Minuten sp√§ter putzmunter in ihrem V√∂lkchen wieder.

Ein weiterer Versuch gestaltete sich ebenfalls spannend bis nervenaufreibend: K√∂nigin wieder ohne Probleme gefangen, nach kurzem Scharm√ľtzel mit den mich verfolgenden Begleitbienen die Queen auch in das Zeichenr√∂hrchen bugsiert, ohne langes Federlesen gezeichnet, den Stempel des Zeichenr√∂hrchens zur√ľckgezogen und… oh Mist, die K√∂nigin ist tot! Die Dame genau betrachtet, definitiv nicht gequetscht, aber sie r√ľhrt sich nicht und liegt auf dem R√ľcken. Keinerlei Lebenszeichen. Da mich die Begleitbienen immer noch bedr√§ngten legte ich die Verstorbene erstmal oben auf die R√§hmchen ins Volk. Dort wurde Sie von den Arbeiterinnen entsprechend begutachtet und umgehend auf den Boden der Beute bef√∂rdert wo sie liegen blieb. Nun, das Ergebnis war hinzunehmen und es galt das Beste daraus zu machen. Da der Begattungsableger in einer normalen Zarge erstellt wurde und recht stark war, entschied ich mich, eine Brutwabe mit Weiselzelle aus einem schwarmtriebigen Volk zuzuh√§ngen. Nach Auswahl der zuzuh√§ngenden Wabe habe ich den Brutableger ge√∂ffnet und die verstorbene K√∂nigin war, ehm weg! Hatten die Arbeiterin diese schon zum Flugloch hinaus bef√∂rdert? Ich also das Gras vor der Beute abgesucht. Nichts. Alle Waben abgesucht, nochmals den Beutenboden abgesucht – nichts! Blick an die Kastenwand… Moment, was ist dass da f√ľr ein blauer Punkt? Da war also die Dame und lie√ü sich fr√∂hlich von ihren Arbeiterinnen f√ľttern!

Merke: Der Orientierungssinn der Biene ist einfach immer wieder verbl√ľffend und tot stellen k√∂nnen sie sich auch noch. Aber diese √úberraschungen machen unser Hobby so faszinierend und interessant.

Update Mai

Imkerliches

Die Schwarmzeit hat begonnen und somit auch die arbeitsreichste Zeit des Imkers. Der konventionelle Imker versucht mit verschiedenen Methoden bzw. Betriebsweisen das nat√ľrliche Vermehrungsverhalten der Bienen, den Schwarm, zu unterdr√ľcken bzw. kontrolliert vorwegzunehmen. Eine elegante Methode ist der sogenannte Sammelbrutableger.

Daran habe ich mich heute zum ersten mal versucht.

Ziel des Sammelbrutablegers ist es, die Wirtschaftsvölker sanft zu schröpfen um die Schwarmlust im Zaum zu halten und sich gleichzeitig ausreichend Königinnen bzw. Jungvölker heranzuziehen .
Dazu werden die Wirtschaftsv√∂lker sanft geschr√∂pft, indem jeweils zwei verdeckelte Brutwaben aus jedem Volk mit den ansitzenden Bienen entnommen werden. Wobei auf einer der entnommenen Waben Eier bzw. j√ľngste Larven vorhanden sein sollten, damit die “entf√ľhrten” Damen in Stimmung bleiben, sich eine neue K√∂nigin heranzuziehen. Diese Brutwaben aus den Wirtschaftsv√∂lkern kommen dann zusammen in eine Beute und bilden einem Brutableger – daher Sammelbrutableger.

Die Herausforderung besteht darin, die verdeckelte Brut aus den Wirtschaftsv√∂lkern zu entnehmen, ohne die jeweilige K√∂nigin mit zu “entf√ľhren”. Dies scheint gelungen zu sein, da ich in allen drei Spenderv√∂lkern die jeweilige K√∂nigin entdecken konnte. Nach der Erstellung dieses Pflegevolkes wird dieses an einen Standort au√üerhalb des urspr√ľnglichen Flugkreises verbracht, damit die Flugbienen erhalten bleiben. Dazu startete ich im Januar eine Anfrage in der √∂rtlichen Facebook-Gruppe nach Interessenten, die gerne Bienen im eigenen Garten h√§tten und lernte dar√ľber Familie Blinne kennen, die meinen Damen einen weiteren Standplatz in deren Garten erm√∂glichten. Vielen Dank!

Der erstellte √ľberstarke Ableger dient dann im n√§chsten Schritt als Pflegevolk f√ľr die bis zu 20 umgelarvten K√∂niginnenzellen. Doch dazu mehr in 8 Tagen.

Technisches

Ich habe heute mal die neue Bienen-NSA √úberwachungskamera hier auf der Webseite ver√∂ffentlicht. Diese √ľbertr√§gt die Bilder des Fluglochs des Stockwagen-Volkes im Sekundentakt und hin und wieder auch die Einflugschneise bzw. das 2. Volk am Standort. Ob es stabil l√§uft wird sich erst noch zeigen m√ľssen. Link hier bzw. im Men√ľ auf der rechten Seite der Startseite. Update September 2016: Die Technik war stabil, rechnete jedoch nicht mit einem gefiederten Angriff. Der nette Vogel von nebenan hat einen der Blindstopfen am Geh√§use entfernt. Wasser + Gleichstrom = Korrosion -> R.I.P. Kamera.

 

Stockwaage – Update April

tl;dr

Das Projekt Selbstbau-Stockwaage läuft sehr gut und liefert interessante Erkenntnisse:

  • Gewichtszunahme seit dem 7.4.: 23kg
  • T√§glicher Ausflug der Bienen und Nektar-/Pollen-/Wasser-Eintrag kann bis auf 2g genau gewogen werden.
  • Erweiterung der Sensorik durch einen Licht- und einen Feuchtigkeitssensor

Imkerliches

Das Projekt “NSA f√ľr Bienen” l√§uft nun seit √ľber einem Monat √ľberaus zufriedenstellend. Die Waage hat eine ausreichende Genauigkeit und liefert auch weiterhin sehr akkurate Werte. Wie bereits im vorhergehenden Artikel beschrieben kann man jeden morgen – ab einer Au√üentemperatur von 12¬įC – den Ausflug der Bienen wiegen. Die gemessenen Gewichtszunahmen liegen teilweise bei √ľber 5kg(!)/Tag. (z.B. bei Markierung “1” im Graphen – Reinzoomen in den Datumsbereich durch Klicken-Halten-Ziehen).
Seit dem¬† 07.04. (Ausgangsgewicht 39,0 kg) scheint eine durchg√§ngige Tracht und auch meistens gutes Flugwetter zu herrschen, so dass sich das Beutengesamtgewicht bis zum jetzigen Stand (28.04.) auf 62,2kg erh√∂ht hat. Dies ist ohne Taschenrechner somit ein Zuwachs von 23kg in 3 Wochen. So darf es weiterlaufen ūüôā

Die w√∂chentliche Arbeit an den Bienen hat sich jedoch ein wenig ver√§ndert. Da bei der Durchsicht des Volkes ganz erhebliche Gewichte von der Stockwaage genommen werden, wird die Bienenwaage vor der Arbeit angehalten, damit keine Fehlmessungen auftreten. Gleiches gilt f√ľr den internen Temperatursensor, der bei der Arbeit an dem Volk entnommen werden muss und dann nat√ľrlich die Au√üentemperatur messen w√ľrde.

Wenn man sich nicht an diesen Ablauf h√§lt, ist ein nachtr√§gliches Bereinigen der Sensordaten f√§llig ūüôĀ

Technisches

Es wird weiterhin min√ľtlich gemessen, jedoch habe ich die Datenbasis des ver√∂ffentlichten Graphen auf 10 Minuten Intervalle ausged√ľnnt, damit die zu √ľbermittelnde und durch den Browser aufzubereitende Datenmenge im ertr√§glichen Rahmen bleibt, was der Genauigkeit der Darstellung jedoch nicht schadet.

Seit dem 22.04. habe ich die Schaltung noch durch einen Lichtsensor TSL2561 erweitert, der das einfallende Sonnenlicht misst:

Bienen-NSA-April

Wie man jedoch erkennen kann, gibt es keinen direkt proportionalen Zusammenhang zwischen Außentemperatur und einfallender Lichtmenge:

Temp-Licht

Ok, dass hätte mir jeder Hobby-Meteorologe gleich sagen können. Aber vielleicht ergeben sich im Jahresverlauf noch Erkenntnisse.
Weiterhin ist der Feuchtigkeitssensor HTU210 fertig vorbereitet. Dieser wird wie der TSL2561 √ľber I¬≤C Bus angeschlossen und bei n√§chster Gelegenheit mit eingebaut. Dieser soll mich mittels Schwellwert im check_mk rechtzeitig vor eindringender Feuchtigkeit in meiner Elektronik-Box warnen.

Ich habe mich entschieden, den Raspberry Pi nicht durch die vorab beschriebene reine Arduino L√∂sung mit RedFly-Shield als WLAN Modul zu ersetzen. Erstens kommt es bei mir nicht auf ein paar Milliwatt Stromverbrauch an, da ich Strom am Bienenstock habe und zweitens hat die Steuerung √ľber den Raspberry Pi den entscheidenden Vorteil, dass ich den Arduino-Programmcode remote anpassen und aktualisieren kann.

Jedenfalls ist der Programmcode f√ľr beide Steuerungsvarianten fertig und stabil und kann auf Anfrage bereitgestellt werden.